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Kommunikation am Dillinger Kreisel

Skulpturenpfad um ein Kunstwerk bereichert

Aufmacher Kreisel

Friedrichsdorf am Samstag, 3. Dezember 2016, 11.00 Uhr. Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel. Es ist kalt. Und es ist der Tag der Enthüllung. Der Tag, auf den tausende Friedrichsdorfer Bürger seit Wochen warteten, ja ihm geradezu entgegenfieberten.

verhüllt mit Wind

Kurz vor der Enthüllung ließ der Wind schon einen kleinen Einblick zu

Seit vor einiger Zeit genervte Eltern die hübsch naturgewachsene Wiese auf dem neu errichteten sogenannten Dillinger Kreisel kurzerhand abmähten, weil das Gras zu hoch war und Autofahrer die Kinder auf den Zebrastreifen nicht mehr sehen konnten, verkam dieser zu einem tristen Schandfleck.

Alles andere als ein attraktives Willkommen in der hübschen Stadt des Zwiebacks und des Telefons.

Angestoßen von Anwohnern, die das Thema Philipp Reis und Kommunikation vorgeschlagen hatten, gab es eine Ausschreibung der Friedrichsdorfer Kulturstiftung für eine Skulptur zum Thema Kommunikation. Ergebnisse von acht Künstlern aus der Umgebung wurden von einer ebenfalls achtköpfigen Jury begutachtet und bewertet.
Schließlich entschied man sich für die Skulptur der Frankfurter Künstlerin und Städel-Dozentin Ann Reder.

Wilzek, Reder, BM in Skulptur

Künstlerin Ann Reder (Mi.) in Kommunikation mit BM Horst Burghardt (re.) und Erwin Wilzek

Das Ereignis der Enthüllung dieser Figur wurde mit einer launigen Ansprache des Bürgermeisters eröffnet. Horst Burghardt stellte zunächst einmal die Hauptbeteiligten vor: Stadtverordnetenvorsteher Günther Petry, Bauausschussvorsitzender Lars Keitel und der Stadtverordnete Jürgen Funke, die der Kulturstiftung ebenso vorstehen wie Eckhard Gehrmann, der als Friedrichsdorfer Künstler unter anderem für den Zwieback am Kreisel Prof.-Wagner-Straße verantwortlich zeichnet.

Gestützt durch Erwin Wilzek stellt der Bürgermeister den zahlreichen Gästen die Mitwirkenden der Kulturstiftung vor

Gestützt durch Erwin Wilzek stellt der Bürgermeister den zahlreichen Gästen die Mitwirkenden der Kulturstiftung vor

Die drei letztgenannten bildeten gemeinsam mit Bürgermeister Horst Burghardt, dem Anwohner Dennis Ahmadiyan von der Druckerei Nejedly direkt am Kreisel und zwei weiteren Künstlern die Jury. Dass Friedrichsdorfs Hauptverantwortlicher in Sachen Kultur, Erwin Wilzek, mit in der Jury saß, versteht sich von selbst!

Und für alle, die sich nicht ganz zu Unrecht fragen, was denn nun diese zwei knallgelben Halbkreise mit dem Thema Kommunikation gemein hätten: Es handelt sich um zwei Handys der Zukunft, welche ja aus flexiblem Material und biegsam sein sollen. Gleichzeitig symbolisieren sie die Schwingungen, die der alten Technik des Telefons zu Zeiten Philipp Reis’ entsprechen. Das Gelb symbolisiert die Farbe der Post, die – für die Jüngeren dürfte das neu sein – früher für sämtliche Kommunikationswege verantwortlich war, also auch für das Telefon.Erklärstein

 

Dennis und Arnold sen.

Seniorchef Rolf Arnold, der großzügig Canapés, Sekt und Orangensaft spendierte, hier mit Jurymitglied und Anwohner Dennis Ahmadiyan (re.)

Umgesetzt hat diese Idee von Ann Reder die Firma Arnold metalligent® aus Friedrichsdorf. Wie auch schon bei der Skulptur vor dem Rathaus und dem Zwieback-Kreisel. Diesmal allerdings nicht aus Bronze, sondern aus Aluminium.

Wie gefällt Friedrichsdorf dieses neue Entreé? Und wie könnte man es besonders attraktiv in Szene setzen?Monument Dill.Kreiselvon Dillingen aus

18 Kommentare

  1. Hübsch ist etwas anderes!
    Nach dem verrosteten Zwieback das nächste Schandfleck für Friedrichsdorf.

  2. Rösser Dieter

    Wie gefällt Friedrichsdorf dieses neue Entreé? Und wie könnte man es besonders attraktiv in Szene setzen?
    Wird zum Abschluss gefragt !!
    Nur mal so eine Idee : Vielleicht mit unsere goldene Toilettenschüssel , die würde doch noch gut dazwischen passen , und der Sinn des Kunstwerk wäre leichter zu verstehen .
    Also Kunst für Jedermann , ohne 10 Semester Bauhaus Studiengang

  3. Ziemlich unnötig und hässlich!

    Ich hätte es wesentlich besser gefunden dieses Geld in bzw. für unsere Kinder und deren Zukunft zu investieren als solch eine aussaglose „Kunst“ teuer zu bezahlen 🙁
    Den Verantwortlichen ein riesen Dislike auf unsere Kosten!

  4. Mathias Metzger

    Fangen wir mal mit dem Positiven an, ein Kreisel weniger der keine Skulptur o.ä. hat. Von daher ein Dank an alle Beteiligten, die dies ermöglichten. Aber auch einen Dank an diejenigen beteiligten am Auswahlverfahren, die eine andere Meinung zu einem potentiellen Siegerentwurf hatten. Wäre interessant zu erfahren, wie andere Vorschläge ausgesehen haben. Leider erschließt sich auch mir der Zusammenhang der Skulptur mit dem Thema Kommunikation oder gar Philipp Reis nicht. Der heutigen Jugend dürfte auch die Farbe Magenta eher etwas zum Thema Kommunikation sagen als Gelb. Von daher wäre die Farbe Gelb zu einem aktuellem Symbol oder Piktogramm eher eine Deutung hin zu Kommunikation gewesen.

    Anyway, wie eingangs erwähnt, wenigstens nicht mehr ein kahler Kreisel am Orteingang. Schön wäre es allerdings noch, wenn die Skulptur nachts noch beleuchtet wäre, wie der Zwieback am Kreisel in der Professor-Wagner-Straße.

  5. Franke Birgit

    Einfach nur schrecklich, genauso wie der rostige Zwieback. Friedrichsdorf hat doch nichts mehr mit Zwieback zu tun.Eine Bepflanzung wäre auch schön gewesen ,um die Weihnachtszeit vielleicht einen Baum.

  6. Das eigentliche Kunstwerk wird meiner Meinung nach entstehen, wenn die Sprayer je nach Begabung damit fertig sind. Dann findet die Begrüssung beim Einfahren in die Stadt für Fremde wahrscheinlich unverständlich statt.

  7. Helga Schneider

    So kann man das auch nicht sagen.
    Friedrichsdorf ist bekannt für Zwieback(siehe Ortseingang „Zwiebackstadt“),den Kreisel finde ich passend.
    Mit der neuen Kreiselbestückung kann ich nichts anfangen.
    Ein Telefon fände ich passender, vielleicht in die Mitte der zwei Bögen.!!!!!??????
    Wäre mein Vorschlag,hat auch mit Kommunikation zu tun.

  8. Gabriele Eckert

    Mit einem schönen Licht das die Skulptur anstrahlt
    Gruß
    G. Eckert

  9. Benjamin Schmid

    Die Beschreibung/Interpretation ist ja so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, da kann man sich nur an den Kopf fassen…alternativ könnte man behaupten es seien zwei abstrakte Bananenschalen auf denen die Stadt mal wieder ausgerutscht ist 😉
    Aber gut, nun haben wir da eben zwei knallgelbe Schalen stehen, vielleicht in ein paar Jahren in Magenta umspritzen um die Entwicklung von der Post in Richtung Telekom zu symbolisieren…

  10. Brigitte Cabrera

    Was soll denn dieser Blödsinn bedeuten ? Es sieht sehr traurig aus. Und diese Metallschalen sollen Kunst sein. Das ist mir zu hoch . Pfui-Teufel.

  11. Rösser Dieter

    Wir sehen das alles falsch . Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren das dies die Weltweit Einzige Lichtschranken gesteuerte Lebendfalle für in der Mitte durchfahrende Autofahrer ist . Beim erreichen der Kreiselmitte klatschen die Hände zu und werden erst nach einer Auslösung von 200 Euro wieder geöffnet . Mit diesen Einnahmen erhofft man sich in 3 Jahre ein RICHTIGES Kunstwerk kaufen zu können . !!!!

  12. E. Schwalb

    Grundsätzlich finde ich die Idee dahinter gar nicht mal so schlecht. Die Umsetzung erscheint mir jedoch etwas weit hergeholt, zumal Friedrichsdorf heute nicht unbedingt mit der Zukunft der Telekommunikation assoziiert wird. Da wäre ein klassischer Telefonhörer im retro Style, den man auf den ersten Blick (also quasi „im Vorbeifahren“) erkennt, besser gewesen. Alternativ hätte mir auch eine einfache und leicht zu pflegende Bepflanzung gefallen.

  13. Mittlerweile ist F´Dorf eine Kreisel-Stadt 😉
    In Köppern garnicht als solcher zu erkennen.
    > Wie wäre es: eine Pflanz-Aktion mit vorheriger Bürgerbeteiligung.
    > Damit meine ich den Kreisel an der Bahnbrücke, Richtung Houillerplatz.

  14. Willi Hess

    Zitat aus der Einführung:
    „Und für alle, die sich nicht ganz zu Unrecht fragen, was denn nun diese zwei knallgelben Halbkreise mit dem Thema Kommunikation gemein hätten: Es handelt sich um zwei Handys der Zukunft, welche ja aus flexiblem Material und biegsam sein sollen. Gleichzeitig symbolisieren sie die Schwingungen, die der alten Technik des Telefons zu Zeiten Philipp Reis’ entsprechen.“

    Handy der nahen Zukunft dürfte eher einem MINI-Hörgerät, sprachgesteuert und fast unsichbar entsprechen.

    Bezahlt wurden die beiden Bananen von der KULTURSTIFTUNG, diese wurde über Umwege von den Friedrichsdorfer Gaskunden gefüttert. Das künstlerische Fachgremium – siehe im Einführungsartikel.
    Wie teuer war eigentlich das Kunstwerk???

    • Es wäre hilfreich, zu wissen inwiefern die „Gaskunden“ für das von der Kulturstiftung finanzierte „Bananen-Kunstwerk“ bezahlt haben. Gibt es da irgendwelche Informationen, die für alle interessant sein könnten??

  15. Willi Hess

    Die „Friedrichsdorfer Kulturstiftung“ wird jährlich vom Hauptsponser MAINOVA finanziert.
    Dies geschieht als Ersatz für die weggefallene Gewerbesteuer des Gaslieferanten.
    Die Einnahmengröße ist offiziell nicht bekannt.

    Zusätzlich zahlt MAINOVA eine jährliche Konzessionsabgabe (für die Liefergenehmigung an uns Friedrichsdorfer Haushalte) in Höhe von 80.000€ an die Stadtkasse.
    Einnahmen und Ausgaben der Friedrichsdorfer Kulturstiftung sind leider nicht öffentlicht zu überprüfen.

    Überblick hierüber hat ein ganz kleiner Kreis von bestimmten Politikern.

  16. Willi Hess

    Über Einnahmen / Ausgaben und darüber, was die „Bananenplastik“ gekostet hat, können die nachstehenden Personen Auskunft geben.

    Der Vorstand
    Der Vorstand der Kulturstiftung entscheidet über die Vergabe und den Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel. Alle acht bis zehn Wochen tagt das Gremium und bespricht aktuelle Fragen und Anträge. Dabei ist die Geschäftsführung unterstützend tätig.
    Vorstandsmitglieder
    Horst Burghardt, Vorsitzender GRÜNE
    Jürgen Funke CDU
    Lars Keitel GRÜNE
    Michael Knapp FWG
    Günther Petry FWG
    Geschäftsführung
    Erwin Wilzek, Geschäftsführer
    Heike Havenstein, M. A.

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